Es ist schon etwas seltsam, wie schnell und chaotisch sich die Gesetzeslage ändert. Dazu kommen noch die extrem schwankenden Energiepreise.
Alles zielt gegenwärtig in Richtung E-Mobilität. Meistens wird dabei die noch zu geringe Infrastruktur kritisiert. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Viel wichtiger finde ich die Frage, wo der ganze Strom herkommen soll. Der Ausbau von Windkraft- und Solaranlagen hinkt weit hinter dem Ziel hinterher. Atomkraftwerke werden in wenigen Tagen abgeschaltet und der Kohleausstieg zoll vorgezogen werden.
Alas ich meinen Plugin Ende 2021 gekauft habe, habe ich all das nicht bedacht. Da war die Welt ja noch (fast) in Ordnung.
Inzwischen bin ich froh, dass ich variabel aufgestellt bin. Ich kann nur mit Benzin fahren und das Auto ist im Prinzip unterwegs wie ein normaler Hybrid. Ich kann zumindest auf den normalen täglichen Strecken auch rein elektrisch unterwegs sein und kann selbst bei Benzinknappheit so gewisse Zeiten überbrücken. Notfalls kann ich mich für den preiswerteren „Kraftstoff“ entscheiden. Als in vergangenem Jahr die Benzinpreise förmlich durch die Decke gingen, war ich froh elektrisch fahren zu können. Nun hat leider der Strompreis deutlich angezogen und der Unterschied ist fast weg.
Eine wichtige Voraussetzung ist für mich allerdings, dass ich mein Auto zu Hause an der eigenen Steckdose aufladen kann. Das ist sowohl bequem als auch preiswerter als öffentliche Lademöglichkeiten. Man muss ja auch berücksichtigen, dass eine volle Batterieladung mehrere Stunden dauert. Schnell mal laden fahren und in einer halben Stunde zurück, klappt da nicht.