Beiträge von treefichter

    Versuch 1: französische Autobahn mit sehr gleichmäßigem Verkehr, hügelig, Tempomat 135kmh, CHG Mode


    Auf 100km Fahrtstrecke mit Tempomat auf 135kmh ist der Verbrauch 9,9l.

    Dabei wurde 60km elektrische Reichweite zusätzlich generiert.

    Ergibt einen theoretischen Verbrauch von 6,19l/100km. 9,9l dividiert durch 1,6 ergibt 6,19l/100km

    Vorausgesetzt man verbraucht die elektrische Reichweite innerorts, denn auf der Autobahn wird sie nur für vielleicht 35-40km reichen.



    Versuch 2: deutsche Autobahn mit sehr ungleichmäßigem Verkehrsfluß, hügelig, Tempomat 135kmh, viele Baustellen mit 60kmh und 80kmh Beschränkung


    Auf 100km im HV Mode mit Tempomat 135kmh, aber vielen Baustellen und ungleichmäßigem Verkehr betrug der Verbrauch 6,8l/100km.

    Auf der Weiterfahrt im CHG Mode wurden auf einer Strecke von 35km, 25km elektrische Reichweite generiert und der Verbrauch stieg auf 7,8l/100km.

    Dann im HV Modus weiter gefahren fiel der Verbrauch wieder auf 7,3l/100km ab. Durchschnittsgeschwindigkeit 95kmh, Gesamte Fahrstrecke 186km.

    Das Ergebnis ist für mich nicht berechenbar, aber erscheint mir nicht ineffizient.



    Versuch 3: französische Landstraße, hügelig aber schnurgerade, 80-100kmh, sehr gleichmäßige Fahrt möglich, CHG Mode


    Der Mehrverbrauch im CHG Mode betrug etwa 1,5l/100km was irre wenig ist.

    Pro gefahrenem Kilometer wurden etwa 1,2km elektrische Reichweite generiert.

    Hier hat der Atkinson Modus wohl voll reingekickt und den Motor im Optimum betreiben können.


    Versuch 4: Stadtgebiet und steile Bergstraße mit vielen Kurven, langsame und ungleichmäßige Fahrweise, weil die gleiche Strecke zurück gefahren wurde ist hier der Höhenunterschied ausgeglichen.

    Auf einer Strecke von 7km betrug der Verbrauch 13,8l/100km.

    Es wurden 7km elektrische Reichweite eingespeichert.

    Der bereinigte Verbrauch wären dann also 6,9l/100km.

    Hier sehe ich für mich das schlechteste Ergebnis aller 4 Versuche.


    Zur Erklärung:

    Mir ging es nur darum, ob der CHG Modus ein völliger Schwachsinn ist oder ob die Toyota Ingenieure sich etwas dabei gedacht haben.

    Ich habe das aus reinem Interesse gemacht und mein Fazit ist, wenn man auf der Landstraße mit dem CHG Modus nachladen kann, ist das eine effiziente Methode.

    Auch kann es sinnvoll sein, um sich in den darauf folgenden Tagen Kaltstarts zu sparen.

    Auf der Autobahn wird es vermutlich ab einer gewissen Geschwindigkeit ineffizient.

    Das selbe innerstädtisch und wenn der Motor im bergigen Geläuf schon schwer arbeiten muss.

    Umweltschutztechnisch ist das nachladen von meiner heimischen PV oder unterwegs von grün bestromten Ladesäulen natürlich zu bevorzugen.


    Das ist keine wissenschaftliche Arbeit, nur meine persönliche Erfahrung.

    Jetzt hat es sich ergeben, dass ich den Chargemode mal wieder angemacht habe.

    Ich bin zwei Wochen mit Familie unterwegs und habe das Ladekabel zuhause vergessen.

    Ehrlicherweise hätte ich wirklich nur geladen, wenn es sich günstig und nah angeboten hätte.

    Nachdem der Akku schon ein paar Tage leer, sprich auf 30% entladen war und ich alles im HV Modus gefahren bin,

    hat sich heute eine längere Autobahnfahrt von Frankreich Richtung Deutschland für den CHG Test angeboten.

    In 52min und 100km (mit 90% Tempomat auf 135kmh) habe ich den RAV4 die Batterie aufladen lassen.

    Es wurden 61km elektrische Reichweite eingespeichert.

    Der Verbrauch laut Anzeige war dann 9,9l/100km.


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    Da die Autobahn dann unterbrochen war und Ampeln und Kreisverkehre auftauchten, bin ich dann im HV Modus weiter gefahren.

    Die Fahrt endete in Saarbrücken nach 135,6km mit einem Verbrauch laut Anzeige von 8,6l/100km.

    Die eingespeicherten 61km blieben mir erhalten.


    pasted-from-clipboard.png


    Wer rechnet es jetzt aus? :)

    Ist der CHG Modus effektiv oder zum vergessen.