Bin zwar kein KFZ-Mechaniker, aber verrostete Nockenwellen? Das erscheint mir doch recht unwahrscheinlich. Die schwimmen doch fast im Öl.
Das ist ein klassisches Kurzstreckenproblem. Der kalte Motor saugt Luft an, deren Feuchte kondensiert und ins Öl abgestreift wird. Von dort verteilt die Ölpumpe das Wasser überall hin. Wenn das zu oft passiert, wird das so viel, dass freie Oberflächen zu korrodieren beginnen, vor allem, wenn die Maschine länger steht und damit die Wassertropfen länger an einer Stelle bleiben.
Das Problem wird außerdem durch den Alkohol im Kraftstoff verschlimmert, der durch seine Hygroskopie die Feuchtigkeit aus der Luft regelrecht heraussaugt, bis sie sich in flüssiger Form absetzt. Dadurch kann sich bei der unvermeidlichen Kraftstoffkondensation im kalten Motor auch Wasser absetzen. Das Ganze betrifft übrigens nicht nur die Nockenwellen, sodern auch die Zylinderaufflächen, die Kurbelwelle und andere stählerne Teile im Inneren des Motors.